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Wie geht es mir, wie geht es dir? – Ressourcen stärken und Belastungen bewältigen

By January 25, 2022 No Comments
Wie geht es mir? Wie geht es dir?

Die psy­chis­che Gesund­heit ist das Fun­da­ment unser­er Gesund­heit. Sie bes­timmt, wie wir uns fühlen, entwick­eln und am öffentlichen Leben teil­nehmen kön­nen. Famil­iäre, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Her­aus­forderun­gen kön­nen uns aber zeitweise ziem­lich unter Druck set­zen. Im Jahr 2021 sind in der Schweiz­er Bevölkerung psy­chis­che Beschw­er­den so aus­geprägt wie noch nie: Fast ein Drit­tel der erwach­se­nen Bevölkerung lei­det inner­halb eines Jahres an ein­er men­tal­en Belas­tung oder psy­chis­chen Krankheit; rund zwei Drit­tel davon nehmen auf­grund der Stig­ma­tisierung, des schwieri­gen Zugangs oder der hohen Kosten keine Hil­fe in Anspruch. Das ist für die Betrof­fe­nen und ihre Ange­hörige mit Leid verbunden.

Psy­chis­che Krankheit­en brin­gen aber nicht nur viel Leid mit sich, son­dern auch hohe Kosten. Die Organ­i­sa­tion für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit und Entwick­lung (OECD) erläuterte 2014 in einem Bericht, dass psy­chis­che Krankheit­en der Schweiz­er Wirtschaft Kosten in der Höhe von etwa 19 Mil­liar­den Franken pro Jahr verur­sacht­en, heute sind es bere­its 20 Mil­liar­den Franken. Daher lohnt es sich auch aus mon­etären Grün­den, in die Präven­tion von psy­chis­chen Krankheit­en beziehungsweise in die Förderung der psy­chis­chen Gesund­heit zu investieren.

Lei­der wis­sen viele Men­schen nicht, dass man für seine psy­chis­che Gesund­heit auch selb­st (vor-)sorgen kann. Stress ken­nt jed­er. Belas­tun­gen im Leben sind unver­mei­d­bar. Damit diese nicht in Depres­sio­nen oder Burnout mün­den, sollte man frühzeit­ig einen inneren Aus­gle­ich schaf­fen. Es gibt nieder­schwellige, rel­a­tiv ein­fache Mit­tel und Wege mit dem alltäglichen Druck auf gesunde Weise umzuge­hen. Bei Stim­mungstiefs oder leicht­en depres­siv­en Ver­stim­mungen kön­nen wir durch unser eigenes Han­deln selb­st­wirk­sam unsere psy­chis­che Gesund­heit pos­i­tiv beeinflussen.

Wir haben in den sozialen Medi­en und auf Karten zehn Inspi­ra­tio­nen zur Selb­sthil­fe zusam­mengestellt. Sie sind ein­fach ver­ständlich und meist ohne grosse Mühen umset­zbar und sollen uns täglich daran erin­nern, dass wir uns eben­so um unsere Psy­che wie um unseren Kör­p­er kümmern.

 

👫 Pflege Fre­und­schaften
Fre­unde tun gut. Wer gute Beziehun­gen auf­baut und pflegt, steigert damit sein Wohlbefind­en, ist zufrieden­er und gesün­der. Mit ver­traut­en Men­schen an der Seite wer­den Prob­leme ein­fach­er zu bewältigen.

Wie ste­ht es um deine per­sön­lichen Beziehungen?

 

😴 Entspanne dich
Entspan­nung wirkt sich pos­i­tiv auf dein Wohlbefind­en aus. Wichtig ist, dass auf aktive, stres­sige Phasen Erhol­ung fol­gt. Wer entspan­nt ist, fühlt sich ruhiger und aus­geglich­en­er. Die Forschung zeigt, dass mehrere kurze und aktive Auszeit­en erhol­samer sind als wenige lange, pas­sive Pausen.

Bei welchen Tätigkeit­en kannst du dich am besten entspannen?

 

💡 Ent­decke Neues
Neues zu ler­nen kann einem helfen aus der Rou­tine auszubrechen, neue Hor­i­zonte zu ent­deck­en und das Selb­st­wert­ge­fühl zu steigern. Zu ler­nen heisst sich weit­erzuen­twick­eln. Das kann ganz per­sön­lich oder beru­flich hil­fre­ich sein. Wir kön­nen sog­ar ler­nen, resisten­ter zu werden.

Was würdest du gerne können?

 

🌳 Erleb­nisse in der Natur 
Erleb­nisse in der Natur haben eine aufmerk­samkeitssteigernde, blut­druck­senk­ende und erholende Wirkung. Pos­i­tive Gefüh­le kön­nen durch einen Spazier­gang in der Natur ver­stärkt und neg­a­tive Gefüh­le reduziert werden.

Hast du Lust, Zeit im Grü­nen zu verbringen?

 

🏃‍♀️Sei aktiv
Physis­che Aktiv­ität gibt Energie und wirkt sich pos­i­tiv auf die Psy­che aus. Kör­p­er und Geist brauchen Bewe­gung, um gesund zu bleiben. Bei einem täglichen Spazier­gang oder ein­er Par­tie Vol­ley­ball mit Fre­un­den hal­ten wir unseren Kör­p­er fit und gön­nen unserem Kopf eine Auszeit.

Was ist deine lieb­ste Art, aktiv zu sein?

 

🗣 Rede über deine Probleme 
Über Prob­leme und Äng­ste zu reden, wirkt ent­las­tend. Und: das macht Hil­fe von aussen erst möglich. Das ist wichtig, denn je länger eine psy­chis­che Belas­tung andauert, um so gröss­er ist die Gefahr, dass sie zu ein­er ern­sthaften Erkrankung wird.

Was liegt dir grad auf dem Magen?

 

❣️ Glaub an dich
Gut zu sich selb­st schauen, Ver­ständ­nis zu zeigen für eigene Mack­en und erbrachte Leis­tun­gen zu hon­ori­eren, das fällt uns nicht leicht. Oft acht­en und anerken­nen wir andere mehr als uns selb­st. Dies gilt es zu ändern. Behan­dle dich selb­st wie deine beste Fre­undin oder deinen besten Fre­und. Stärkt man den Selb­st­glauben und die Selb­stliebe, kom­men auch die pos­i­tiv­en Erlebnisse.

Wofür kannst du dir sel­ber auf die Schul­ter klopfen?

 

🍲 Esse gesund
Unsere Ver­dau­ung und unser Stof­fwech­sel wirken sich auf unser Wohlbefind­en aus. Wer sich aus­ge­wogen ernährt, fühlt sich gesun­der und aus­geglich­en­er. Deshalb lohnt es sich, sich mit der eige­nen Ernährung auseinan­derzuset­zen. Pro­biere neue Rezepte aus und finde her­aus, was dein­er Ver­dau­ung guttut.

Hast du einen per­sön­lichen Ernährungstipp?

 

🎨 Sei kreativ
Der Kreativ­ität sind keine Gren­zen geset­zt, mit ihr lassen sich Emo­tio­nen ausleben und aus­drück­en. Das Schöne an der Kreativ­ität ist, dass es kein richtig oder falsch gibt und dass sie in jedem Men­schen steckt. Finde deinen eige­nen Weg, deine Gedanken und Gefüh­le kreativ umzusetzen.

Was bedeutet Kreativ­ität für dich?

 

💬 Hol dir Hilfe
Hil­fe holen ist ele­men­tar. Viel zu oft verzicht­en wir darauf, aus Angst, wir kön­nten dadurch schwach oder hil­f­los wirken. Davon gilt es abzukom­men, denn wir alle erleben Sit­u­a­tio­nen, in denen wir Unter­stützung brauchen.

Bist du bere­it, Hil­fe anzunehmen?

 

 

Die Quellen für diese Inspi­ra­tio­nen waren viel­seit­ig: npg-rsp.ch, WHO, pro­mente­sana, Gesund­heits­förderung, Men­tal Health Aus­tralia und andere Men­tal Health Organ­i­sa­tio­nen weltweit.