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Patienten vom Kanton Bern mit Kampagne „Aber sicher.“ umworben

By June 14, 2020 December 23rd, 2021 No Comments
Gesundkeitskampagnen Kampagnen im Gesundheitswesen

Der Kan­ton Bern fordert die Bevölkerung auf, ins Spi­tal oder zum Arzt zu gehen. Seit Mai 2020 wirb der Kan­ton Bern mit Plakat­en, Inser­at­en, ein­er Micro-Site, Video-Clips und den sozialen Medi­en gemein­sam mit Arzt­prax­en, Spi­tex-Organ­i­sa­tio­nen, Spitälern und Alters- und Pflege­heime für einen schnell­st­möglichen Besuch beim Arzt.

In dieser direk­ten Art gab es wohl noch nie Wer­bung für Arztbe­suche und inva­sive Ein­griffe — schon gar nicht von ein­er kan­tonalen Behörde initiiert.

Die primäre Moti­va­tion für die Kam­pagne ist sicher­lich die Sorge um die Gesund­heit der Bevölkerung, denn die Ver­mu­tung liegt nahe, dass viele Patien­ten während des Coro­na lock downs auf medi­zinis­che Behand­lun­gen verzichteten oder diese ver­schoben, obwohl sie nötig gewe­sen wären. Deshalb beant­worten der Kan­ton Bern und seine Gesund­heitsin­sti­tu­tio­nen im Rah­men der Kam­pagne häu­fige Fra­gen, die in dieser beson­deren Zeit vor einem Spi­tal- oder Arztbe­suchen auftauchen.

Neben der Ver­sorgungssicher­heit kön­nte es einen zweit­en, nicht unwahrschein­lichen Grund für die Kam­pagne geben, näm­lich die Sorge um die Finanzen. Die Spitäler ver­buchen mas­sive Ertragsaus­fälle und Zusatzkosten – die der Kan­ton berap­pen soll.

Damit eine Kam­pagne wirkt, muss sie die Ziel­grup­pen ansprechen. Zuerst geschieht dies auf der rein emo­tionalen Ebene. Die Kam­pagne muss auf den ersten Blick Neugierde weck­en und Aufmerk­samkeit auf sich ziehen. Erst im zweit­en Schritt kann sie dann auf der ratio­nalen Ebene Wis­sen ver­mit­teln und eine Ver­hal­tensän­derung anre­gen. Der zweite Schritt ist in dieser Kam­pagne gelungen.

Beim ersten Schritt sehen wir Verbesserungspo­ten­tial mit ein­er erin­nerungswürdi­geren, dif­feren­zieren­deren und kreativ­eren visuellen Kommunikation.

 

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