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Lean Management – Let’s Go Lean

By December 12, 2019 April 21st, 2020 No Comments
Lean Management Strategie

Der Begriff «Lean Manage­ment» ist Ihnen sicher­lich nicht neu. Das Kon­zept hat vor allem in den letz­ten 15 Jah­ren an Popu­la­ri­tät gewon­nen und wird in ver­schie­den­sten Bran­chen zur Pro­zess­op­ti­mie­rung ange­wandt; seit neuem auch im Gesund­heits­we­sen. Es lohnt sich, sich mit dem Kon­zept genauer zu beschäf­ti­gen, denn «lean» liegt nicht nur im Trend, es ist eine Vor­aus­set­zung für die effi­zi­ente, gewinn­ori­en­tierte und pati­en­ten­ori­en­tierte Pra­xis­füh­rung. «Lean» heisst, das Ver­hält­nis zwi­schen Kosten und Nut­zen (Qualität/Mehrwert) zu opti­mie­ren.
Lean Manage­ment basiert auf dem in den 50er Jah­ren ent­wickel­ten Toyota Pro­duk­ti­ons­sy­stem. Ziel der soge­nann­ten Lean-Pro­duk­tion war es, Pro­zesse zu eli­mi­nie­ren, wel­che für das finale Pro­dukt kei­nen Mehr­wert brach­ten. So konn­ten Ver­bes­se­run­gen in Pro­duk­ti­vi­tät, all­ge­mei­ner Effi­zi­enz und Kosten­ef­fi­zi­enz erzielt wer­den. Hier­auf basiert auch der all­ge­meine Grund­ge­danke des Lean Manage­ments: Arbeits­pro­zesse und Unter­neh­mens­ziele sol­len ste­tig opti­miert wer­den und gleich­zei­tig sol­len Ver­schwen­dung, unnö­tige Kosten und Feh­ler ver­mie­den wer­den. Lean Manage­ment ist letzt­lich eine Phi­lo­so­phie der Unter­neh­mens­füh­rung und -orga­ni­sa­tion, die sich auf alle Akti­vi­tä­ten aus­rich­tet – immer mit dem Kun­den oder der Kun­din mit seinen/ihren Bedürf­nis­sen im Mit­tel­punkt.

Lean Manage­ment Prin­zi­pien, die in der Gesund­heits­ver­sor­gung beson­ders wich­tig sind:

• Pati­en­ten­ori­en­tie­rung
Der Kunde oder Pati­ent steht immer im Vor­der­grund. Die Kun­de­be­dürf­nisse (Mehr-/werte) müs­sen bekannt sein und ver­stan­den wer­den. Wel­che Akti­vi­tä­ten erzeu­gen wirk­lich Mehr­werte für den Pati­en­ten und Kun­den und wel­che Auf­wände sind über­flüs­sig? Die Pro­zesse wer­den auf den Kun­den­be­dürf­nis­sen basiert ent­wickelt.

• Wert­strom­ana­lyse
Alle Arbeits­pro­zesse sol­len, von Start bis Ende, ana­ly­siert wer­den. Wel­che (Teile der) Pro­zesse gene­rie­ren Mehr­wert, wel­che nicht? Nicht direkt wert­schöp­fende aber not­wen­dige Pro­zesse (z.B. Admi­ni­stra­ti­ves, Triage, Rezepte, Ter­mine) soll­ten maxi­mal redu­ziert und effi­zi­ent digi­ta­li­siert wer­den.

• Fluss­prin­zip
Nach Ana­ly­sie­rung des Wert­stroms sol­len die Arbeits­ab­läufe jedes Teams und die Inter­ak­tion zwi­schen den Teams rei­bungs­los defi­niert wer­den.

• Kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung
Jede Res­source und jede Akti­vi­tät soll letzt­lich immer zu einem Mehr­wert für den Kun­den füh­ren. Diese Selb­st­op­ti­mie­rung muss kon­ti­nu­ier­lich kri­tisch vali­diert wer­den.

In den Stra­te­gie­pro­je­ken von Lumina Health steht immer die umfas­sende Ana­lyse der trans­ak­tio­na­len und emo­tio­na­len Pati­en­ten­be­dürf­nisse im Vor­der­grund. Erst wenn diese – unter­teilt in Lei­stungs­fak­to­ren, Begei­ste­rungs­fak­to­ren und Hygie­ne­fak­to­ren – eva­lu­iert sind, wer­den Ange­bote und Pro­zesse defi­niert.

Inter­es­sant hierzu auch die Platt­form: www.leanhealth.ch der zhaw. Leanhealth.ch ist ein Wis­sen­spor­tal zum Thema Lean-Trans­for­ma­tion für Orga­ni­sa­tio­nen des Gesund­heits­we­sens. Es bie­tet für Lei­stungs­er­brin­ger ein wis­sen­schaft­lich fun­dier­tes, pra­xis­na­hes Kon­zept, um sich zu Lean-Orga­ni­sa­tio­nen zu ver­än­dern.

 

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