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Healing Architecture – Mittelpunkt Mensch

By June 13, 2021 June 14th, 2021 No Comments
Innengestaltung Gesundheitszentrum Arztpraxis

Archi­tek­tur kann vie­les sein: ein Dach gegen die Wit­te­rung mit einer Feu­er­stelle, um sich zu wär­men oder ein Werk in drei Dimen­sio­nen, Abbild kul­tu­rel­len Schaf­fens, die Höch­ste aller Kün­ste. Die Archi­tek­tur bewegt sich im Span­nungs­feld zweier Extreme: dem Abdecken pri­mä­rer Bedürf­nisse und der rei­nen Kunst. Alles Gebaute bewegt sich auf einem Kon­ti­nuum zwi­schen die­sen Polen. Einige Objekte decken eher prag­ma­ti­sche Bedürf­nisse ab, bei ande­ren fühlt man den Wil­len eines gros­sen Egos, ein «Werk» zu erschaffen.

Healing Archi­tec­ture ist ein Kon­zept das „weder-noch“ bewir­ken will. Der Mensch wird mit sei­nen Bedürf­nis­sen in den Mit­tel­punkt gestellt. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len sich durch die bewusste Wahl von Gestal­tungs­ele­men­ten wäh­rend ihres Auf­ent­hal­tes in einer Pra­xis oder Klink woh­ler, ruhi­ger und siche­rer füh­len. Die Grund­la­gen für Healing Archi­tec­ture lie­gen in der Umwelt­psy­cho­lo­gie und den Neu­ro­wis­sen­schaf­ten. Ver­schie­dene Stu­dien bele­gen, dass Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten aber auch medi­zi­ni­sches Fach­per­so­nal von Healing Archi­tec­ture pro­fi­tie­ren; denn das Kon­zept redu­ziert nicht nur Stress und Angst, son­dern ver­mag gar Hei­lung zu fördern. Eine ganz neue Perspektive.

Das Gesund­heits­zen­trum doc­sta­tion und das Ästhe­tik­zen­trum artis in Stett­bach haben sich genau dies bei der Wahl ihrer Part­ner zum Ziel gesetzt: Gesund­heit neu zu den­ken. Mit einem neuen Geschäfts­mo­dell, einem neuen Mar­ke­ting­kon­zept und einem neuen Verständnis von Archi­tek­tur. Dr. med. Adrian Palma, Grün­der und Lei­ten­der Arzt von doc­sta­tion und artis, suchte nach einer Vision der Gesund­heits­ver­sor­gung, die sich nach den Pati­en­ten rich­tet, nicht umge­dreht. Erst­klas­sige Medi­zin kom­bi­niert mit inno­va­ti­ver Tech­no­lo­gie läu­ten dabei eine neue Ära der ambu­lan­ten Gesund­heits­ver­sor­gung ein.

Mit­ten im ersten Corona-Jahr kam Dr. Palma auf echt.raum und Lumina Health zu mit der Bitte, auf 550 Qua­drat­me­tern beim Bahn­hof Stett­bach eine Pra­xis zu rea­li­sie­ren, in wel­cher die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten eine umfas­sende medi­zi­ni­sche Behand­lung fol­gen­der Fach­rich­tun­gen erhal­ten soll­ten: Ästhe­ti­sche Medi­zin, All­ge­mein­me­di­zin, Kar­dio­lo­gie, Der­ma­to­lo­gie, Chir­ur­gie, Schmerz­me­di­zin, Orthopädie und Sportmedizin.

In einer Zeit, in der Auf­trag­ge­ber auf­grund der wirt­schaft­li­chen Unsi­cher­heit eher Pla­nungs­stopps wünschten, war die­ses Vor­ha­ben mutig. Es war wohl eine der ersten Pra­xen, deren Pla­nung vor dem Hin­ter­grund des Corona-Virus star­tete. Zum Glück hat sich Dr. Palma als Pio­nier ent­puppt und direkte und prag­ma­ti­sche Impli­ka­tio­nen der Pan­de­mie konn­ten fle­xi­bel im Pro­jekt auf­ge­nom­men werden.

Mit Lumina Health hat sich Dr. Palma für einen stra­te­gi­schen Part­ner ent­schie­den, der das Metier kennt und sich dem Re-Design des Gesund­heits­we­sens ver­schrie­ben hat. Healing Archi­tec­ture muss sich dabei immer auf das Umfeld bezie­hen: die Archi­tek­tur, die Innen­ge­stal­tung, das medi­zi­ni­sche Ange­bot, die Kul­tur, die Marke und das Cor­po­rate Design. Im Zusam­men­spiel aller Fak­to­ren liegt das Geheim­nis des Erfolgs.

Für doc­sta­tion und artis war es essen­ti­ell, eine Archi­tek­tur zu schaf­fen, die dem Men­schen nicht mit Kühle und Distanz begeg­net, son­dern ihnen ein Stück Gebor­gen­heit und Sinn­lich­keit ver­leiht. Far­ben, Tex­tu­ren und Mate­ria­lien sol­len hap­tisch und visu­ell das Wohl­be­fin­den der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten stei­gern. Die Möbel soll­ten behag­lich, das Licht freund­lich und ele­gant sein. Der Ope­ra­ti­ons­saal wurde beson­ders sorg­fäl­tig gestal­tet und zum Gang hin durch eine abdeck­bare Glas­wand getrennt, um, nach Bedarf, Ein­blicke zu gewähren oder Pri­vat­sphäre zu wah­ren. Ein Ster­nen­him­mel über der Ope­ra­ti­ons­liege soll Pati­en­ten vom tech­nisch-medi­zi­ni­schen Pro­zess ablen­ken und in eine andere Sphäre füh­ren. doc­sta­tion und artis wol­len Men­schen hel­fen, sich in einem beson­ders ver­wund­ba­ren Moment sicher und auf­ge­ho­ben zu fühlen.

In die­sen unsi­che­ren, mit wech­seln­den Vor­ga­ben behaf­te­ten Zei­ten bedarf es eines idea­li­sti­schen, moti­vier­ten und ein­ge­spiel­ten Teams von Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern, die sich immer wie­der auf neue Dia­loge und Opti­mie­rungs­pro­zesse ein­las­sen, um dem Ziel der idea­len Pra­xis der Zukunft einen Schritt näher zu kommen.

Foto­gra­fie: Gerry Nitsch für das Gesund­heits­zen­trum docstation

Bau­lei­tung und Archi­tek­ten: M. Alle­mann, echt.raum