Uncategorized

Future Health Basel 2020 – Me, Myself and Algorithms

By February 4, 2020 April 21st, 2020 No Comments
Future Health Basel 2020

Die dritte Aus­gabe von Future­Health Basel stand ganz im Zeichen der fortschre­i­t­en­den Dig­i­tal­isierung und dessen Auswirkun­gen für Patien­ten, Medi­zin und Indus­trie. Unter dem Mot­to «Me, Myself and Algo­rithms» drehte sich alles um das Span­nungs­feld zwis­chen Dig­i­tal­isierung, Men­sch und Gewinn. Und dies in einem span­nen­den For­mat mit Keynotes, Patien­ten­per­spek­tiv­en und Pitch­es von inno­v­a­tiv­en Start-ups.

Kri­tisch und dif­feren­ziert wurde hin­ter­fragt, wie eine wirk­lich intel­li­gente und per­son­al­isierte Medi­zin ausse­hen kön­nte. Es soll nicht auf jeden Trend aufge­sprun­gen wer­den, denn das kann zur Lösung der falschen Prob­leme führen oder zu fehlen­den ethis­chen Grundlagen.

Beson­ders inter­es­sant waren die Aus­führun­gen des Ver­hal­tensökonomen David A. Asch, MD, MBA, Pro­fes­sor an der Whar­ton School und Uni­ver­si­ty of Penn­syl­va­nia. Er führt unter­halt­sam aus, dass Men­schen Anreize benöti­gen, damit sie die richti­gen Entschei­dun­gen tre­f­fen. Nicht nur die Pati­entin­nen und Patien­ten müssten ihr Ver­hal­ten verän­dern, um gesün­der zu wer­den, auch das Gesund­heitsper­son­al muss seine Gewohn­heit­en anpassen, damit unnötige Kosten ver­mieden wer­den und die best­mögliche Betreu­ung geboten wird. Aber wie bringt man Men­schen dazu, auch wirk­lich die richti­gen Entschei­dun­gen zu tre­f­fen? Infor­ma­tion führe nicht automa­tisch zum richti­gen Ver­hal­ten, so  Dr. David A. Asch. Das men­schliche Wesen sei inhärent sehr resistent gegenüber Verän­derun­gen. Wir müssen ver­ste­hen, dass Men­schen nicht ratio­nal und vernün­ftig han­deln, nur weil sie etwas wis­sen. Man muss die Men­schen bei ihren „Ver­hal­tensre­flex­en“ pack­en, um Verän­derun­gen voran zu brin­gen. Beispiel­sweise weiss man, dass Men­schen sich Gedanken darüber machen, was andere über Sie denken. Also sollte man das Ver­hal­ten öffentlich machen: z.B. zum The­ma, Bewe­gung, Organspende, Rauchen oder Imp­fung. Die soziale „Kon­trolle“ würde dann automa­tisch das Ver­hal­ten in die richtige Rich­tung lenken.

Asch schliesst ab mit den Worten: „Mit den richti­gen Anreizen kön­nen Entschei­dun­gen pos­i­tiv bee­in­flusst wer­den. Manch­mal brauche es nur einen kleinen Anstoss (nudge), damit man sein Ver­hal­ten ändert. Bess­er funk­tion­ieren finanzielle Anreize und soziale Kon­trolle, wie zahlre­iche Stu­di­en bele­gen. So hat bere­its ein Bild eines Augen­paares über dem Waschbeck­en dafür gesorgt, dass sich das medi­zinis­che Per­son­al in einem Kranken­haus dop­pelt so oft die Hände wasche.“

So ein­fach.

 

Alle News