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Employer Branding: Ein attraktiver Arbeitgeber im Gesundheitswesen werden und bleiben

By August 2, 2019 September 22nd, 2019 No Comments
Employer Branding Marketing Ärzte Praxis Lumina

Der Fach­kräf­te­man­gel in Gesund­heits­be­ru­fen stellt eine grosse Her­aus­for­de­rung für eine gute Qua­li­tät der Gesund­heits­ver­sor­gung der Schwei­zer Bevöl­ke­rung dar. Im Wett­be­werb um medi­zi­ni­sches Fach­per­so­nal sind neue Wege gefragt. Der betriebs­wirt­schaft­li­che Ansatz, Per­so­nal durch ein pro­fes­sio­nel­les Employer Bran­ding zu gewin­nen und bin­den, ist auch auf den Pra­xis- und Spi­tal­be­reich über­trag­bar.

Wenn Pra­xen und Spi­tä­ler sich mit Mar­ke­ting und Bran­ding beschäf­ti­gen, ste­hen oft die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten als Ziel­gruppe im Zen­trum. Dabei wird eine wei­tere wich­tige Ziel­gruppe des Mar­ke­tings oft aus­ser Acht gelas­sen: die Arbeit­neh­mer.

Beson­ders in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels im Gesund­heits­we­sen ist es wich­tig, dass man sich als Spi­tal, Reha­kli­nik oder Pra­xis als attrak­tive Arbeit­ge­be­rin prä­sen­tiert. Hier­bei wird das soge­nannte Employer Bran­ding rele­vant: Dies bezeich­net das Her­aus­ar­bei­ten des Stär­ke­pro­fils des Arbeit­ge­bers, um die­sen für eine avi­sierte Ziel­gruppe mög­lichst attrak­tiv und inter­es­sant zu gestal­ten sowie um sich von ande­ren Mit­be­wer­bern im Arbeits­markt abzu­he­ben. Dabei müs­sen die Arbeit­neh­mer als Kun­den ver­stan­den und sie ihren Wer­ten und Prä­fe­ren­zen ent­spre­chend ange­spro­chen wer­den. Hier­bei ist wich­tig zu beach­ten, dass sich die Nor­men der neuen Arbeit­neh­mer­ge­nera­tion gewan­delt haben. Fak­to­ren wie Lohn oder Arbeits­weg sind heute soge­nannte Hygie­ne­fak­to­ren: Das bedeu­tet, dass ein guter Lohn und ein kur­zer Arbeits­weg nicht glück­lich, jedoch ein schlech­ter Lohn und ein lan­ger Arbeits­weg unglück­lich machen kön­nen. Glei­cher­mas­sen bedeu­tend sind den Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern Fak­to­ren wie ein moti­vie­ren­des und respekt­vol­les Arbeits­klima, fach­li­che und per­sön­li­che Wert­schät­zung oder das Gefühl von ganz­heit­li­chem Wohl­be­fin­den bei der Arbeit. Dabei zeigt eine Stu­die von Job­Cloud (2016), dass ca. 80% der Arbeit­neh­mer eine gute Work-Life-Balance höher wer­ten als eine hohe Stel­lung in einem Unter­neh­men.

Die­ser soge­nannte post­ma­te­ria­li­sti­sche Wer­te­wan­del hat Aus­wir­kun­gen auf das Employer Bran­ding. Im Gesund­heits­we­sen gibt es all­ge­mein schon zu wenig Fach­kräfte und viele Arbeit­ge­ber suchen ver­ge­bens nach kom­pe­ten­ten Ange­stell­ten. Des­halb ist es essen­ti­ell, sich als Spi­tal, Kli­nik oder Pra­xis von den Mit­be­wer­bern abzu­he­ben und den poten­ti­el­len Ange­stell­ten zu ver­mit­teln, dass Ihnen hier gebo­ten wird, was diese suchen. Dabei zahlt sich die Wei­ter­ent­wick­lung der Marke zur Arbeit­ge­ber­marke aus. Ihre Marke sollte nicht nur nach aus­sen, son­dern auch nach innen spür­bar sein. Eine erfolg­rei­che Arbeit­ge­ber­marke kom­mu­ni­ziert expli­zit und impli­zit, digi­tal und off­line die Unter­neh­mens­kul­tur, die Arbeits­um­ge­bung, die Work-Life-Balance sowie die Ent­gel­tung.